Das Palais de l’Alma

Im Rahmen des umfangreichen Sanierungs- und Renovierungsprojekts des Palais de l’Alma, dem 1861* errichteten, heute vom Präsidialamt genutzten Gebäude, seit 2002 eingestuft als historisches Denkmal, verwendeten die Architekten der Agentur Goutal fast alle von Texaa angebotenen Produkte zur Lösung eines schwierigen Problems, nämlich der Schaffung der von AFL Acoustique empfohlenen akustischen Absorptionsfläche zur Gewährleistung des Komforts der Nutzer unter Einhaltung der Denkmalschutzauflagen für dieses einzigartige, für den Kaiser Napoleon III errichtete Gebäude.

Ziel der Agentur Goutal – Architecture et Patrimoine im Rahmen dieses anspruchsvollen Renovierungsprojekts war die Anpassung dieses in unmittelbarer Nähe des Elysée-Palasts gelegenen Gebäudes an die geltenden Normen und die Einrichtung von Verwaltungsbüros des Präsidialamts in den ehemaligen Stallungen des Palais de l’Alma. Kernprojekt: Die Schaffung von 1.700 m² Bürofläche im Ostflügel und rund 800 m² für die Gastronomie im Westflügel. „In diesem Kontext waren die Open-Space Büros mit ihren Fenstern und dem Oberlicht im Ostflügel und der Speisesaal und die Co-Working-Bereiche im Westflügel die akustisch anspruchsvollsten“, erklärt der projektverantwortliche Architekt Adrien Guillemin. Die Herausforderung in diesen großen Raumvolumen? Wahrung der bestehenden architektonischen Typologie (Ziegelbögen, Bogenanfälle aus Naturstein, Säulen und Kranzgesimskonsolen im Stil Napoleon III im Ostflügel, nur restauriert; und neoklassizistischer Dekor der 1950er Jahre im Westflügel, den die Architekten erhalten wollte), Vermeidung einer eventuellen Überlast der Gewölbe und Schaffung der großmöglichen akustischen Absorptionsfläche, trotz der nur sehr begrenzt verfügbaren Wand- und Deckenflächen, denn schließlich ist das Gebäude denkmalgeschützt. Um dies zu erreichen, nutzte der Architekt die vielseitigen Lösungen der Produktpalette von Texaa: akustisch wirksame Decke Strato, Integration von Vibrasto ins Mobiliar oder als gerahmte Wandbespannungen bedruckt mit Archivelementen und rund 70 blaue, rote und weiße, akustisch wirksam zwischen den Lüstern abgehängte Abso Kegel im Stil der Flugparade am 14. Juli.

Kreatives Alphabet im Westen

Im Speisesaal wollte der Architekt den Stil der 1950er Jahre erhalten. Daher musste in diesem großen Raumvolumen mit Oberlicht, Säulen, Simsen und zahlreichen Türen eine für den Komfort der Nutzer ausreichende akustische Absorptionsfläche geschaffen werden. Dazu Adrien Guillemin: „Die Gewölbedecke war bereits vollständig mit Akustikputz behandelt worden. Eine Option war daher das Aufhängen von akustisch wirksamen Elementen, die für mehr Absorptionsfläche sorgen, aber doch das Tageslicht durchlassen und die Raumhöhe rein visuell leicht reduzieren“. Der Architekt optierte daher für die Kegel der Produktserie Abso, die unter dem denkmalgeschützten Oberlicht aufgehängt wurden. Zur Ermittlung der optimalen Positionierung, realisierte er zahlreiche 3D-Simulationen und modellierte schließlich eine zeppelinförmige Struktur, an der die 68 Kegel in Form eines Doppelbogens abgehängt wurden, zwischen ihnen diskret integriert sind der Kegelform angepasste Leuchten. Verankert ist dieses Ensemble an einer ultra-dünnen, speziell dafür entwickelten Struktur aus Aluminium, das wiederum mittels einer Struktur aus dünnen Metallkabeln unter dem Oberlicht befestigt wurde. „Das Ensemble hat etwas bauchförmiges“, erläutert der Designer, „ Der am tiefsten hängende Kegel befindet sich in der Mitte des Raums und die Installationsform steigt zu den Rändern hin an und gibt den Blick frei auf die hellen Eichentüren und die Simse.“ Die Wahl der Farben ist eine Anspielung auf das Präsidialamt. „In der Agentur nennen wir diesen Raum den Saal des 14. Juli“, ergänzt lächelnd der Architekt, der fast erstaunt ist über die Schnelligkeit, mit der die Kegel in die Struktur eingefügt werden konnten. Um das vom Akustiker gesetzte Ziel zu erreichen, ist jedoch mehr Absorptionsfläche nötig. Und genau hierzu ist Vibrasto in zweifacher Hinsicht ideal. „Auf beiden Seiten der Glastüren hatten wir noch Wandfläche frei“, erklärt Adrien Guillemin. „Im Laufe des Projekts war ich auf historische Schriftstücke gestoßen, in denen ursprüngliche, programmatische Elemente des Gebäudes erfasst waren: die Zahl der Pferde in den Ställen, Anzahl der unterzubringenden Mitarbeiter oder die Liste der empfohlenen Baustoffe mit entsprechenden Skizzen etc.. Ich habe mir das Vergnügen gemacht aus diesen Dokumenten Zeichnungen anzufertigen, die wir dann von Texaa auf Vibrasto haben drucken lassen. Die Zeichnungen wurden dann, fast wie Gemälde, mit Messingstäben gerahmt. Zusätzlich haben wir über einigen Türen einfarbigen, auf Metallrahmen gespannten Vibrasto angebracht. Hinter der jeweils mittig vorgesehenen Aussparung haben wir einerseits sehr diskret die Lüftungsöffnungen installieren und andererseits, dank der Paneele, zusätzliche Schallabsorptionsflächen schaffen können.“

Akustisch wirksame Portale

Im Programm vorgesehen ist ebenfalls eine kleine Cafeteria im Stil einer Lounge, und ein Co-Working-Space. Zur Erfüllung der akustischen Auflagen entwarf der Architekt aus Holzpaneelen gefertigte Portale, in deren Unterseite er Vibrasto integrierte. „Hier konnten wir mit Farben spielen,“ erklärt Adrien Guillemin. „Für die Details der Abschlussprofile und die Anbringung haben wir uns von den Texaa-Teams beraten und schließlich die fertigen Entwürfe von einem Schreiner fertigen lassen. Die konkrete Umsetzung verlief problemlos.“

Akustisch wirksame Decke im Ostflügel

Im Mittelgang des Open-Space-Büros im Ostflügel mit seinen rund 1.700 m² Bürofläche war die akustisch wirksame Decke Strato eine unter technischen wie auch ästhetischen Gesichtspunkten gelungene Lösung. Dazu Adrien Guillemin: „Dieses große Raumvolumen besteht aus Ziegelbögen und jeweils Kassettendecken zwischen den einzelnen Balkenstützen. Wir haben die Gewölbe mit einer dünnen Schicht Akustikputz gestrichen, um Überlastung zu vermeiden, aber wir hatten trotzdem noch keine ausreichende Schallabsorptionsfläche für den Komfort der Nutzer der auf beiden Seiten des Mittelflurs vorgesehenen Büros. Und wir durften dabei nicht die Bausubstanz beschädigen. Hier erwies sich die Verbunddecke Strato nicht nur als akustische Lösung, sondern wir konnten dahinter auch die Haustechnik verstecken und entlang des Mittelflurs in diesem Arbeitsbereich eine diffuse Beleuchtung vorsehen.“ Gleichzeitig rhythmisierte die abwechselnde Verwendung von durchlässigen und absorbierenden Maschenformen des in neutralen und komplementären Farben gehaltenen Textils den Deckenbereich.

* Im Jahr 1861 wurde der Architekt Jacques-Martin Tétaz mit dem Bau neuen Reithalle für den Palast des Kaisers Napoleon III beauftragt. Die Gebäude des Palais d’Alma (benannt nach der Schlacht im Krimkrieg 1854) gingen dann 1881 an das Präsidialamt über und 1888 wurden dann darin die Stallungen des Staatspräsidenten untergebracht. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurden die in den 1950er Jahren teilweise renovierten Gebäudeflügel von verschiedenen Einrichtungen genutzt (dem staatlichen Wetterdienst und der Richterakademie). Heute sind hier die Dienstwohnungen der Mitarbeiter des Präsidialamts untergebracht.

Projektname: Sanierung und normengerechte Renovierung des Ost- und des Westflügels des Palais de l’Alma

Lieferjahr: 2021

Stadt / Land: Paris, Frankreich

Bauherr: Das Präsidialamt

Architekt: Agence Goutal – Architecture et Patrimoine

Akustikbüro: AFL Acoustique

Fotograf: Sergio Grazia

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