Auf der Suche nach höchstem Komfort

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Von der monumentalen Halle bis zu den Probesälen war der Bau des Kulturzentrums Allende de Mons-en-Barœul ein akustisches Präzisionswerk mit einer Verkleidung aus Vibrasto von Texaa®.

Der Wiederaufbau des Kulturzentrums Allende war Teil der Sanierung des Stadtkerns von Mons-en-Barœul. Entworfen wurde er in den 1960er Jahren von Henri Chomette nach Vorgaben der von Le Corbusier vertretenen Prinzipien der Charta von Athen. Der Saal liegt an der Ecke eines der größten Plätze der Stadt, gleich gegenüber dem Rathaus, und schafft einen ästhetischen Dialog zwischen den breiten Fensterfassaden der Obergeschosse. Die großzügig gestalteten, öffentlichen Bereiche sind dem wartenden Publikum unter dem weit überhängenden Vorbau vorbehalten. Trotz des allseits verwendeten grauen Betons glitzern die Fassaden dank der in die polierten Fertigbetonteile gegossenem Inlets aus Quarz.

Sobald man eintritt, raubt einem der monumentale, für 500 Personen ausgelegte, dreidimensional gestaltete Raum fast den Atem. Oberlichter bringen den schwindelerregenden Perspektivwechsel gelungen zu Geltung und die ästhetischen Effekte werden verstärkt durch den Schwarz-Weiß-Kontrast. Eine Einladung für den Besucher zu einer Besichtigung des Ausstellungsraums oder der Studios oder des großen Saals. Den Zugang zu Letzterem bildet eine Art schallwirksamer Schleuse, in der die akustische Verkleidung von Texaa® auf ganz besondere Art eingebracht wurde: nämlich in Form einer dreilagigen Verkleidung, mit einer Außenhaut aus dem schalldurchlässigen Textil Aeria*. Diese Wandverkleidung ist von angenehmer Textur und eine Art von Auftakt für die respektvolle Stille, die in dem großen Konzertsaal herrscht. Dieses akustisch wirksame Material wurde ebenfalls als Wandverkleidung in den Tonstudios verwendet.

Drei Tonstudios und ein Probenraum vervollständigen das szenografische Angebot des Kulturzentrums. Wie der Saal selbst, sind die Studios dreieckig oder trapezförmig angelegt, was eine spannende Raumdynamik schafft.  Der gewollte Verzicht auf Parallelität der Wände zur Bekämpfung des akustischen Halleffekts genügte den hohen Komfortansprüchen der Architekten Dominique Coulon & associés jedoch nicht. Für die Wände wurden Modellrechnungen für die notwendigen Membranen, Resonatoren und ableitenden Flächen erstellt. Die Volumen der Verkleidung folgen also nicht nur einfach ästhetischen Vorgaben. Die für Räume mit Publikumsverkehr zuständigen Akustiker gaben ihre Zustimmung zur Verwendung des schallwirksamen Materials Vibrasto, das sich als Bespannung vor komplexen Absorbern mit einer Dicke zwischen 50 und 80 mm für einen garantierten Alpha Sabine-Wert nahe 1 als sehr wettbewerbsfähig erwies. Dank der hervorragenden und vorausschauenden Vorbereitung der Baustelle, blieb die Schlichtheit der Innenverkleidung erhalten, ohne die komplexen Strukturen der Mauerflächen bloßzulegen. Der von den Architekten und dem Tapezierer entworfene Verlegeplan passte sich den trapezförmigen Linienverläufen und kaum wahrnehmbaren, vertikalen Falten an. Dank der sorgfältigen Verlegearbeit sind die Nähte zwischen den 150 cm breiten Lagen unsichtbar.

Mit den von Texaa® gelieferten Spannleisten kann die akustische Wandbespannung präzis auf Stoß verlegt werden. Die von den Architekten gewählten Farben, Schwarz, Weiß und Grau, entsprechen dem Saalambiente. Der im Probenraum durch die Wandbespannung erreichte akustische Komfort wird vervollständigt durch einen Vorhang, den die Nutzer, je nach Wunsch, vor die breite, zum Platz hinausgehende Fensterfront ziehen können.

 

*Aeria schalldurchlässiges Textil, Exklusivpatent von Texaa®

Die Farbpalette von Texaa® bietet eine Auswahl von 22 Nuancen, von gedeckten bis zu kräftigen Farben.

 

Kulturzentrum Salvador Allende in Mons-en-Barœul, Vorort von Lille (59)

260 m² Vibrasto System 30 Farbtöne MR 640 Nacre, MR 540 Gris und MR 520 Graphite.

Bauherr: Stadtverwaltung Mons-en-Barœul.
Bauleitung: Dominique Coulon & associés, beauftragte Architekten
Architekten: Dominique Coulon, Olivier Nicolla Architekt
Assoziierte Architekten (Bauüberwachung): Agentur Damien Surroca
Akustiker: Euro sound project, E.S.P
Unternehmen: VBL (Raphael Cocetta), Subunternehmer der Firma JOBIN
Fotograf: Eugéni Pons