Die textilen Ursprünge
von Texaa

Das Markenzeichen der Firma Texaa®, ihre „DNA“, ist zweifellos die in den Ateliers in Gradignan, im französischen Departement Gironde gefertigte, schalldurchlässige Wirkware Aeria. Ihre besondere Oberflächenstruktur fängt das Licht ein, verführt das Auge und verlockt uns sofort zum Berühren – als könne erst dieser taktile, intime Kontakt einen Eindruck bestätigen, zu dessen sinnlicher Erfassung das Auge allein nicht ausreicht.

Interview mit Bernard Demptos

Von der Masche bis zur Baustelle Ein Gespräch mit Bernard Demptos über vergangene, wegweisende Entscheidungen und aktuelle Erwägungen in der technischen und industriellen Entstehungsgeschichte von Aeria, diesem einzigartigen Textil und Wesensmerkmal aller Produkte von Texaa®.
„Die Geschichte von Texaa® begann im Jahre 1979 mit der Übernahme eines über hundertjährigen bordelaiser Unternehmens, spezialisiert auf die Fertigung von Posamentierware – Quasten, Bänder, usw.- und„offenen“ veredelten Stoffen für die regionale Hausschuh- und Sandalen-industrie. Als ich das Unternehmen nach seiner Schließung übernahm, verfügte es über eine Produktpalette von luftdurchlässigen Textilien unterschiedlichster Maschendichte und Fadenmaterialien… Da diese Textilien schalldurchlässig waren, kombinierten wir sie mit den ersten flexiblen Schaumstoffen und entwickelten daraus eine Art „akustische Wandbehänge”. Damals hatte ich keine Ahnung von Akustik, doch war ich davon überzeugt, dass dank des Know-how dieses Unternehmens wir unseren Platz im Baugewerbe finden könnten. Ich wollte daher bei der Übernahme dieses Unternehmens nicht die angestammte Geschäftstätig-keit neu beleben, sondern mein Projekt war die Entwicklung von schallabsorbierenden Textilien. Die wesentliche Frage war, wie sich ein für architektonische Zwecke „annehmbarer” Stoff herstellen ließe…“

Eine (r)echte Masche…

„Will man einen offenen Stoff fertigen, der sich den jeweiligen Form-vorstellungen anpasst, so müssen die Fäden in regelmäßigen Abständen verlaufen, was bei einem Webstoff unmöglich ist. Die einzige Lösung ist daher das Knüpfen der Fäden zu Netzen oder Maschen. Daher hatten meine Vorgänger sich bei der Fertigung eines luftigen Stoffes für Sandalen für gestrickte Maschenware entschieden.
Unter der sachkundigen Anleitung meines Freundes und Künstlers Daniel Dartois optierte ich anfangs für eine Masche im „Reiskornmuster”, die allerdings vom Markt ziemlich brutal abgeschmettert wurde und die wir deshalb schnell durch eine „runde“ Masche ersetzten, die wir –
in stark überarbeiteter Form – auch heute noch stricken. Vorteil dieser Masche ist ihre Elastizität, eine Eigenschaft, die sich besonders bei der Verwendung mit Polyurethan-Schaumstoff als wertvoll erweist: Denken sie nur einmal an die Materialverformung beim Kleben der Wirkware auf den (anfangs noch recht dicken) Schaumstoff und später beim Rollen der Ballen für den Transport. Dank der runden Maschen ist der Stoff knitter- und reißfest und nimmt nach dem Ausrollen sofort wieder seine ursprüngliche Form an. Für bestimmte Sonderfertigungen – insbesondere bei Storen – stricken wir auch Quadratmaschen, die gerade nicht elastisch sind… Aus unserer ursprünglichen runden Masche entwickelten wir, nach zahlreichen Versuchsreihen zur Optimierung der Materialeigenschaften, ein Textil, Aeria, genannt, bei dessen Fertigung wir ebenso auf die Maschenführung, wie auf die Ausrüstung geachtet haben und das zwei-fellos zu den Flaggschiffen unseres Unternehmens gehört.“

Materialchemie

„Unser Ausgangsmaterial ist die von uns im Anschluss an zahlreiche Tests sorgfältig ausgewählte Faser. Sie muss besonders pfleglich behandelt werden, insbesondere darf sie nur sehr langsam gesponnen werden. Hinzu kommt, dass sich die geltenden Vorschriften laufend ändern, genau wie die Zusammensetzung der Substrate, der Harze, die wir verwenden. Wir testen laufend alle weltweit neu entwickelten Fasern, manchmal noch vor deren Vermarktung, und achten bei unseren Analysen ebenso auf die Eigenschaften der Faser selbst, wie auch auf ihre Assoziierfähigkeit mit anderen Materialen. Wie auch bei den Schaumstoffen, setzen wir dabei auf eine enge Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten. Unsere Produkte sollen im Brandfall weder schmelzen noch tropfen, egal ob die offiziellen Testverfahren dies abfordern oder nicht. Damit bewegen wir uns im Fachgebiet der Materialchemie und schützen doch gleichzeitig unser Know-how: Die besonderen Materialeigenschaften unserer Produkte sind äußerst schwer reproduzierbar.“

Von der Masche bis zur Baustelle

„Dank unserer ersten Erzeugnisse, einer Serie von Wandverkleidungen, entwickelte sich das Unternehmen in den ersten zehn Jahren sehr zufriedenstellend und über diesen Lebensabschnitt von Texaa®, verstanden – und präsentierten – wir unsere Produkte als Tapeten. Und diese „Tapeten“ sicherten unser Überleben dank ihrer nachweisbar guten akustischen Eigenschaften, was uns das Vertrauen der Ingenieure und Planer einbrachte. Kein Grund also ihre Produktion einzustellen, abgesehen davon, dass wir nicht über die notwendigen Mittel verfügten. Doch schafften wir es nie wirklich, die Architekten überzeugen – von Verführung kann keine Rede sein. Sie setzten unsere Produkte immer nur dann ein, wenn sich keine Alternative bot. Die Erkenntnis, dass unser Know-how zwar nützlich, aber nur begrenzt war, schmerzte.
Wir durchdachten daher unsere Vorgehensweise grundlegend neu und investierten in Forschungsarbeiten über die Qualität der Masche, ihre Körnung, ihre Textur, usw. Wir entwarfen Stell- und Trennwände in Form von stoffbespannten Rahmenstrukturen, später dann akustische Objekte unterschiedlichster Form (Kegel, Würfel, Quader, usw.) nach immer demselben Prinzip – Schalldämmung durch das Objekt – das sich als komplementär zur einfachen Oberflächenbehandlung verstand.
Im Rahmen unserer Zusammenarbeit mit der Architektin und Koloristin Christine Bernos warfen wir uns unsere anfänglichen Farbnuancen über Bord und entwickelten eine echte, den Gestaltungskonzepten der Archi-tekten angepasste Farbpalette.
Gleichzeitig überdachten wir auch detailgenau die konkrete Einbringung der Produkte vor Ort, ihren Einbau, ihre Endbearbeitung, wobei wir immer technische und praktikable Lösungen für die gegebenenfalls auf der Baustelle auftretenden Probleme suchten. So haben wir Handwerker kennenlernen und schulen können, die echte Fachleute für den Einbau unserer Produkte geworden sind. Heute interessiert sich eine neue Generation von Architekten und Innenarchitekten für unsere Produktreihe Vibrasto – Materialien, die direkt auf Wände oder Decken gespannt oder geklebt werden können, findet sie doch in diesen Textilien eine Materie, Wärme, Farbe und „Körnung“, die gleichzeitig einen optimalen Schallkomfort gewährleistet. Darüber sind wir glücklich und stolz.“

 

 

Geteilte Freude an sorgfältiger Arbeit

„Schaue ich heute auf den von Texaa® seit den Anfängen zurückgelegten Weg zurück, so stelle ich immer wieder fest, wie stark unsere Entscheidungen immer durch das von nahezu allen Protagonisten dieser Erfolgsgeschichte geteilte Anspruchsdenken geprägt wurden. Kommerzielle Ambitionen, denn letztendlich liegt uns die Gesundheit unseres Unternehmens am Herzen, aber nicht nur. Unsere eigentliche Ambition ist der konkrete Beitrag zur Umsetzung gelungener Projekte. Ob groß oder klein“.

 

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